Jens Ochmann – der Kopf hinter dem „Markt der Völker“

Vergangenen November hatte er in Heidelberg Premiere: Der „Markt der Völker“. Die Mischung aus hochwertigem Kunsthandwerk in Basar-Atmosphäre, Information, Lesung und Musik war eine der erfolgreichsten und am besten besuchten Veranstaltungen im Dezernat 16. Der Organisator hinter dem „Markt der Völker“ ist Jens Ochmann. Er gibt uns in dieser Ausgabe einen Ein-, Rück- & Ausblick zum Markt, der wieder im November stattfinden wird.

Seit bereits 18 Jahren existiert der „Markt der Völker“ und ist deutschlandweit zu einer etablierten Größe im Kunsthandwerkbereich geworden. Das Veranstaltungskonzept hat Jens Ochmanns Vater im Lindenmuseum in Stuttgart ins Leben gerufen. Nun lebt es in zweiter Generation weiter. „Mein Ziel war es, den Markt auch nach Heidelberg zu bringen“, erklärt Jens Ochmann. Das ist gelungen: Bei der hervorragend besuchten Veranstaltung im Dezernat präsentierten im letzten Jahr 25 Aussteller aus aller Welt.

Markt der Völker in Heidelberg, Bild: Oriento

Markt der Völker in Heidelberg, Bild: Oriento

Die Vielfalt der Welt zu Gast in Heidelberg

Vor allem Kunst, Kultur und Waren aus dem afrikanischen, südamerikanischen und asiatischen Raum konnten die Besucher bewundern und kaufen. Jens Ochmann legt Wert auf hochwertige und authentische Handarbeit. Und darauf, Kultur und Lebensfreude der ausstellenden Länder zu transportieren. So kocht bei seinen Events eine afrikanische Showköchin, und es gibt Musik, Tanz und Literatur. „Durch das Reisen lernt man die Vielfältigkeit der Welt kennen – und genau diese will ich auf dem Markt zeigen,“ sagt Jens Ochmann, und ergänzt: „Reisen und Handel liegt bei uns in der Familie“.

Mit seinem Familienunternehmen „Oriento“, das er seit 2016 als Geschäftsführer leitet, vertreibt er Handwerkskunst aus fernen Ländern auch direkt an Wiederverkäufer. Faire Arbeitsbedingungen der Produzenten in den Herkunftsländern sind dabei Voraussetzung. So ist es konsequent, dass die Aussteller auf dem „Markt der Völker“ Direktimporteure und mit der Produktion ihrer Waren eng verbunden sind. Viele Hersteller unterstützen Kooperativen oder gründen selbst welche, zum Beispiel um die Arbeit von Frauen in Ländern mit mangelnder Gleichberechtigung zu unterstützen. Die „familiären“ Geschäftsbeziehungen zu den oft langjährigen Ausstellern sind von Vertrauen und hoher Transparenz geprägt.

Markt der Völker in Heidelberg, Bild: Oriento

Markt der Völker in Heidelberg, Bild: Oriento

Im November ist er wieder im Dezernat 16: Save the date!

Viele Aussteller des letzten Novembers haben sich bereits wieder angemeldet. Durch Außenzelte soll es bis zu 35 Händlerinnen und Händlern möglich sein, sich im November 2017 im Dezernat 16 zu präsentieren. Vor Ort sind neben den Ausstellern auch Non-Profit-Organisationen anwesend, die über verschiedene Projekte informieren und den Besuchern die Gegebenheiten in den Ländern nahebringen. So wird nicht nur wunderschöne und individuelle Handwerkskunst angeboten, sondern auch vermittelt, wie soziale Ungleichheit bekämpft werden kann, und was faire Arbeitsbedingungen bewirken können.

Eine feste Gestaltung zum Beispiel mit einem Boxensystem ist für den Markt nicht vorgesehen. „Durch die Freiheit, den Stand als Aussteller selbst zu gestalten, entsteht eine Atmosphäre wie auf einem Basar. So fühlt sich der Besucher selbst wie auf einer kleinen Reise“, meint Jens Ochmann. Das Bewerbungsverfahren für die Aussteller sowie das Ausgestalten des Rahmenprogramms laufen derzeit noch. Interessierte können sich über www.marktdervoelker.de melden.

Aktuell verfolgt Jens noch ein ganz anderes, sehr persönliches Projekt. Er ist nämlich gerade in Elternzeit. Wir wünschen alles Gute und freuen uns auf ein Wiedersehen spätestens im November.