Hintergrund Projektauftrag

Das Kultur- und Kreativwirtschaftszentrum wurde durch einen Beschluss des Gemeinderats der Stadt Heidelberg ins Leben gerufen. Die Entscheidung des Gemeinderats vom April 2013 beinhaltet folgende Vorgaben für die Raumvergabe und die Funktion des Zentrumsmanagements:

  • Als Mieter sind solche Unternehmen vorgesehen, die mindestens einem der elf Teilmärkte der Kultur- und Kreativwirtschaft (KKW) angehören oder in geringem Umfang Unternehmen, die wichtige unterstützende, auf Unternehmen der KKW spezialisierte Dienstleistungen anbieten.
  • Mindestens 50% der Fläche ist für Unternehmensgründer (0-3 Jahre) vorzubehalten.
  • Mindestens 50% der Fläche ist für Unternehmen aus den Teilbereichen Buchmarkt/Literaturwirtschaft, Software/Games, Architektur und Design vorzubehalten.
    • 2. Buchmarkt = Schriftsteller, Autoren / Buchverlag, Buchhandel, Agentur
      7. Designwirtschaft = Designer, Gestalter, angewandte Künstler / Büros für Industrie-, Produkt-, Grafik-, visuelles, Webdesign, Fotografie
      8. Architekturmarkt = Architekt, Landschaftsplaner, Gartengestalter / Büros für Hochbau, Innenarchitektur, Garten-/Landschaftsgestaltung
      11. Software/ Games-Industrie = Game- / Webentwickler / Softwareberatung & -entwicklung, -verlag, Programmierfirma, Agentur
  • Eine weitere essentielle Voraussetzung für Mieter ist Kooperationswille und Synergiebestrebungen.
  • Mietverträge werden auf höchstens 5 Jahre abgeschlossen mit der Option, nach 3 Jahren eine Verlängerung durchführen zu können.
  • Der Mietpreis für Büro-, Seminar-, Atelier- und Musikräume von 5€ Kaltmiete ist ausschließlich für ExistenzgründerInnen und soll nach 3 Jahren entsprechend der erzielten Umsätze angepasst werden.
  • Die Veranstaltungsräume sollen primär für die Akteure der Kultur- und Kreativwirtschaft vermietet werden, bei Potential sind auch andere Vermietungen zu marktüblichen Mieten möglich.
  • Die Auswahl der Mieter muss auf Grundlage der vom Gemeinderat verabschiedeten Kriterien erfolgen.
  • Es muss ein jährlicher Bericht an den Gemeinderat über die Vermietungssituation, die wirtschaftliche Situation und die im Zentrum entstandenen kollaborativen Projekte erfolgen.
  • Nach drei Jahren muss für den Gemeinderat eine Gesamtevaluation erstellt werden, die eine Grundlage für die Beurteilung des Projekts liefern soll.