Teuer bezahlte Versprechen – Rechtsfragen limitierter Auflagen in der Fotografie

24.04.2015 / 17:30–22:00 Uhr / Foyer 1 im Dezernat 16


Die Fotokunst wirft im Gegensatz zu anderen Kunstmedien viele rechtliche Frage auf und sorgt besonders seit dem Zeitalter der digitalen Fotografie für immer mehr Unklarheiten.

 

Im März 2012 sorgte ein Rechtsstreit für Aufregung auf dem Kunstmarkt: der New Yorker Kunstsammler Jonathan Sobel war gegen den international bekannten Fotokünstler William Eggleston vor Gericht gezogen. Der Auslöser: Eggleston ließ von einigen seiner bekanntesten Motive großformatige Prints anfertigen und über das Auktionshaus Christie’s in New York versteigern. Sobel, der im Besitz mehrerer Fotos der streitigen Motive ist, erkannte das als Minderung seiner Prints und unterstellte dem Fotokünstler betrügerische Absichten. Den Fall gewann Eggleston.

Der Heidelberger Kunstrechtsanwalt Felix M. Michl wird am 24. April 2015 im Foyer des Zentrums für Kultur- und Kreativwirtschaft Heidelberg anhand der Entwicklung der Fotografie und der heutigen Möglichkeiten der Vervielfältigung die rechtlichen Besonderheiten des Mediums beleuchten. Michl promoviert in Heidelberg zur rechtlichen Verbindlichkeit von Auflagenlimitierungen in der zeitgenössischen Fotografie. Der Vortrag wird von der Onlinegalerie für Fotografie seen.by und Kemle Rechtsanwälte organisiert. Besucher des Vortrags haben neben dem Vortrag die Möglichkeit, mehr über unterschiedliche Druckverfahren und Präsentationsformen der Fotografie zu erfahren und mit Fachleuten ins Gespräch zu kommen.

Einlass: 17:30 Uhr
Beginn Vortrag: 18:30 Uhr mit anschließender Diskussion
Eintritt frei

 

Weitere Information:

Felix M. Michl im Interview: https://www.seenby.de/magazin/interview-felix-michl/

Onlinegalerie seen.by: https://www.seenby.de

Kemle Rechtsanwälte: https://www.kanzlei-kemle.de